Sonntag, 17. Juni 2012

Das Handwerk

DAS würde in US und A nicht funktionieren.
Besonders hinweisen möchte ich diesbezüglich auf folgende Sekunden:
0:50, 0:52, 0:56 und 1:06-1:09.
Tolles Video. Toller Claim: "Die Wirtschaftsmacht von neben an."
Was für eine selbst gefällige Scheisse.
Und wieder eine Idee für einen Relaunch (Anti-Ami Campain):
Man sieht wie nacheinander die beiden Türme des WTC einstürzen,
richtig schön draufgehalten. Und dann der Claim:
"Vielleicht hätten Sie gleich jemanden fragen sollen der sich damit auskennt... -
Der Tod
- ein Meister aus Deutschland
- since 1945!" - Tadaaaa!

Entschuldige, ich meine, mal ernsthaft das ist der sinnfreiste, nein...doch
einer der sinnlosesten Werbefilme die ich kenne.

Mittwoch, 10. November 2010

Neulich... im CAT in Ulm

Ich kannte mal ein sehr nettes, hübsches Mädel.
Sie war ca. Anfang, Mitte 20. Wir hatten uns auf dem "Mera Luna", 
einem Gothic-Festival kennengelernt und Nummern ausgetauscht. 
Ich muss wohl mental genauso dicht wie sie literarisch breit gewesen sein.

Da ja Nummern ausgetauscht waren, habe ich natürlich in regelmäßigen Abständen versucht ihre Erinnerung an mich aufzufrischen und hatte dann auch viele Monate später die Möglichkeit sie einmal in einem Club in zu treffen.
Tagelang habe ich Damaris und den "Oberleutnant" genervt um in diesen Laden zu fahren bis die dann wohl endlich genug hatten und wir uns im Auto dorthin befanden.
Nebenbei bemerkt: das Mädel wusste, daß ich komme. 
Und es war auch meines Erachtens klar, dass SIE der Grund für meinen Besuch war.
Distanz: 
117km Landstrasse oder 
202km Autobahn - 
Fahrzeit beider Strecken: ca. 2 Stunden.

Wir kamen irgendwann zwischen 22 und 23Uhr an.
Einen Rundgang durch den Club, an unzähligen schicken Gruftie-Mädels vorbei, aber das Mädel - nicht zu sehen.
Als ich ca. 2 Stunden rumsaß und schon dachte, ich sei zu spät 
(was ist Damaris wegen mir dorthin geheizt), tauchte sie dann doch noch auf.
Ich stehe auf, laufe auf sie zu und begrüße sie, merke aber gleich, daß sie nicht sonderlich interessiert wirkt.
Mit den Worten: "Ich muß dann mal zu meinen Leuten", 
geht sie nach dem 2. Satz.
Wie gesagt muß es ungefähr 01:00Uhr gewesen sein. 
Ab diesem Zeitpunkt war sie verschwunden, trotz mehrerer Rundgänge.
Schließlich diskutierten wir und ich hole mir letzte Tipps vom "Leutnant" bevor ich sie dann ca. gegen 4Uhr an der Theke wiederfinde: 
"Ähm....möchtest Du vielleicht noch etwas trinken? Ich muss gleich gehen und hätte mich gerne noch etwas mit Dir unterhalten."
"Nee nee", schaut sie an mir vorbei.
Ich frage zur Sicherheit nochmal.
Ok, ...ein Jägermeister würde sie noch trinken.
An der Theke im unteren Bereich sagt man mir, dass geschlossen ist, also laufe ich durch den halben Laden, um dann dort 14Euronen für einen doppelten hinzulegen, weil die kleinen Gläser aus sind. 
Naja...ich wieder runter.
Als ich dann vor ihr stehe bemerke ich ihren Zustand, welcher mir zuvor nicht so aufgefallen war:
Ihre Augen sind rot, sehen in verschiedene Richtungen. 
Und als ich ihr den doppelten Jägermeister vor's Gesicht halte mit den Worten: 
"Dein Drink" und einem Lächeln, antwortet sie: "Nein danke."
Was bitte?
Ich überlege kurz, beginne in mich hineinzulachen, lasse das Glas vor Ihren Augen los, schüttel den Kopf, geh zu Damaris und Natalie und sage: 
"Also von mir aus können wir gehen!".
Noch Wochenlang habe ich mich für mein Drängen der beiden in diesen Club entschuldigt.
Am nächsten Tag erreicht mich eine Textnachricht des Mädchens mit folgendem Inhalt:
"Na? war doch ne super Feier gestern, oder?"

Samstag, 15. Mai 2010

Neulich ...kurz nach meinem Geburtstag

Heute morgen ist mir klar geworden warum ich den Herbst so mag. 
- November ist ja gewissermaßen noch Herbst.
Der Herbst ist die Zeit in der einem das Wort "Vergänglichkeit" wieder zur Begrifflichkeit wird. ...
"Kennste den, kennste? Jetz pass auf! Da hab ick, und jetz pass auf, da hab ick..." HALT DIE FRESSE!
Ich mag den Herbst.
Nicht zuletzt, weil es die Jahreszeit ist, in der ich -quasi- "in die Vergänglichkeit hinein" geboren wurde. Es ist die Zeit, in der alles zu Ende geht:
Die Blüte
Die Ernte
Menschenleben - 
Ja, auch im Herbst nehmen sich viele Menschen das Leben.
Sicher nicht so häufig und effektiv wie Weihnachten, aber immerhin.
Wie Oswald Henke schon sagt: "Das Sterben ist ästhetisch bunt".
Menschen sterben.
Die Willkür selbst bestimmt hier die Wahl des Wortes: "bunt", was zusätzlich schön durch die Blätter am Boden untermauert wird. Als Gestalter weiß man mit diesem Wort vorsichtig umzugehen.
Blätter - Der Wald stirbt.
Ein Zyklus geht mit dem folgenden Winter zuende. 
Im Herbst beginnt man darüber nachzudenken zuhause zu bleiben.
Im Herbst fängt man an im Bad oder der Küche zu rauchen, obwohl man sich Ende Frühling vorgenommen hat damit aufzuhören. Herbst ist die Zeit der Brüche.
Mit dem Herbst ist es ähnlich wie früher: alles wird wieder unpersönlicher.... 
real unpersönlicher, was mir "persönlich" wesentlich lieber ist als diese aufgesetzte "Persönlichkeit" im Sommer.
Der Herbst ist irgendwie wie ohne Internet - die Dorfdeppen bleiben daheim.... in Ihrem Dorf, weil sie niemanden kennen.
Herbst ist die Zeit des "Inruhelassens".

Und jetzt gehe ich erstmal ins Bad eine Rauchen, denn draußen ist es schweinekalt.

Sodenn
sagt
Bruder И.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Neulich...beim Blizzard-Kundenservice


Kürzlich habe ich den Entschluss gefasst, meine WoW-Zugehörigkeit, nach zwei Jahren treuer, fristgerechter Zahlungen, auf ein Minimum zu reduzieren. Nicht nur, weil es sich mittlerweile nicht mehr von einer Kindergartenplattform für schwer Erziehbare, sondern auch -und hauptsächlich- weil der Service sich ebenfalls scheinbar, intellekttechnisch, nicht großartig davon unterscheidet.
So wurde mein Konto bei Blizzard vor ca. 10 Tagen gesperrt, weil die letzte fällige Zahlung, wegen unzureichender Deckung meines Kontos auf der Bank, zurückgegangen ist.
Die Tatsache, daß Blizzard daraufhin sperrt
- nachvollziehbar.
Das es Glück war, daß ich bis Anfang Dezember doch noch spielen konnte
- auch richtig.
Aber der darauf folgende Kontakt mit dem Service...


Vorab sei erwähnt, daß ich bis heute (9.12.) gar keine Benachrichtigung bekam, auch nicht direkt nach Sperrung des Zugangs am 2. Dezember mit dieser Meldung auf der offiziellen Seite:


Dieser Account wurde vorübergehend gesperrt und kann derzeit nicht für den Zugang zu World of Warcraft verwendet werden.

An die in diesem Account registrierte E-Mail-Adresse wurde eine E-Mail mit dem Grund der Sperrung oder Untersuchung geschickt. Falls Sie diese Entscheidung anfechten möchten oder die Nachricht nicht erhalten haben, kontaktieren Sie bitte unser Team der Accountadministration über unser Webformular.
[...]

- mit dem Vermerk in einem Kasten rechts: "Rücklastschrift"
und einem kleinen roten Punkt davor.
...Wir erinnern uns: rot - ist eine Warnfarbe.


Aufgrund dieser Tatsache, und jener, daß ich
weder einen Anschluß bei T-Online habe
(wieviel Geld haben die wohl für diese "Zusammenarbeit" hingeblättert?),
noch über eine Kreditkarte verfüge
(was deren beide Alternativzahlungsmöglichkeiten darstellt)
UND mein elektronisches Lastschriftverfahren gesperrt wurde,
habe ich dann am 7.12. eine Anfrage mit folgendem Inhalt verfasst:


"Mein Account wurde wegen einer Rüchbuchung gesperrt, jedoch habe ich keine eMail erhalten. Weder über mögliche Zahlungsoptionen, noch über Bankdaten, welche mir eine Überweisung ermöglichen."


Heute fand ich folgende eMails in meinem Postfach:


9.12. 2009 11:55:12
Sehr geehrter Kunde,
Vorab möchten wir Ihnen mitteilen, dass es sich hierbei um eine automatische Email handelt, bitte antworten Sie nicht auf diese.

Wir freuen uns jedoch Ihnen mitteilen zu können, dass wir Ihnen das ELV (elektronisches Lastschriftverfahren) erneut freigegeben haben. Bitte nutzen Sie die Accountverwaltungsseiten http://www.wow-europe.com/account , um über den Link „Abonnement einrichten" Ihre Bankdaten erneut einzutragen. Dies ermöglicht uns eine erneute Abbuchung des ausstehenden Betrages. Wir möchten Sie jedoch gleichzeitig darauf hinweisen, dass eine erneute Fehlbuchung zu einer unweigerlichen Komplettsperrung des ELV führen würde. Beachten Sie bitte, dass nach erfolgreicher Eingabe Ihr Account innerhalb von 24 Stunden wieder freigegeben wird, die Buchung für diese Beträge erfolgt innerhalb von 10 Tagen von Ihrem Konto.
[...]
Sollten Sie weitere Fragen diesbezüglich haben, zögern Sie nicht, uns per Email oder über die kostenlosen Rechnungshotlines, unter 0800-101 2242 für Deutschland und 0800-677 529 für Österreich, zu kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
[...]
Also nutze ich den angegebenen Link und bekomme beim Versuch meine "Bankdaten erneut einzugeben", um fortan ausschließlich die Prepaid-Card zu nutzen, folgende Mitteilung:

Zahlungsmethode gesperrt
Sie sind nicht berechtigt, die ausgewählte Zahlungsmethode zu verwenden. Bitte kontaktieren Sie unseren Rechnungs- und Accountsupport unter www.wow-europe.com/de/support/.



?


Und dann, knapp zwei Stunden später:
9.12. 2009 13:50:09
Hallo ......,
vielen Dank für Ihre Email bezüglich Ihres World of Warcraft Accounts.

Wie wir erkennen können hat sich Ihr Problem bereits gelöst.

Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie in unserer Support FAQ, welche Sie hier einsehen können: http://eu.blizzard.com/support

Sollte dieses Problem nach wie vor bestehen oder haben Sie weitere Fragen, zögern Sie bitte nicht, uns per Email oder über die kostenlosen Rechnungshotlines, unter 0800-101 2242 für Deutschland und 0800-677 529 für Österreich, zu kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen

[...]


Nicht zu erwähnen die Tatsache, daß es sich bei dem von Blizzard angesprochenen Kontakt über eMail lediglich um ein Formular handelt, welches ausschliesslich über den Lizenzcode
UND
die "geheime Antwort auf Ihre Frage", die ich vor knapp 3 Jahren angegeben habe, funktioniert
und welche so dermaßen geheim ist, daß offensichtlich nicht mal mehr Blizzard die dazugehörige Frage kennt.
Woher zum Teufel soll ich jetzt noch wissen welche Antwort ich vor
3 Jahren gewählt habe, wenn ich nicht mal die Frage kenne?
(Anm.: Ich habe sie wohl trotzdem richtig beantwortet)


Deshalb meine Vermutung:
Die Namenswahl der Firma, welcher auf deutsch soviel bedeutet wie: "heftiger Schneesturm",
ergab sich vermutlich aus dem mentalen Zustand der Mitarbeiter von selbst.
Vielleicht einfach mal weniger in den Spiegel schauen.
Aber bei 11 Millionen Spielern kann man sich's leisten!


Bild: © Blizzard Entertainment

Dienstag, 13. Oktober 2009

Medienlandschaft

Massengleichheit
Es ist legitim, sich den Wünschen einer Person zu fügen, wenn man selbst davon profitiert.
Doch nur ein Narr folgt der Herde, welche sich von einer gesichtslosen Entität diktieren lässt.
Der Schlüssel liegt darin, seinen Meister weise zu wählen, anstatt von den Launen der Masse versklavt zu werden.
Tu es, wenn Du es wirklich -willst-, doch tu es niemals,nur weil viele andere es auch tun.”
-Anton Szandor La Vey


Ich hasse diese Gesellschaft.
Vielleicht bin ich Misanthrop (eigentlich keine schlechte Ausgangsposition).
Ihr seid Scheiße, weil ihr Scheiße seid.
Ich bin Scheiße, weil ich scheiße sein muss.
Ich hasse diese scheiß Fratze,
die mir jeden verschissenen scheiß Tag entgegengrinst.
Ich hasse die Scheiße, die ich jeden Tag auf meinen geistigen scheiß Teller bekomme und sie doch, früher oder später, fressen muss.
Weil dieser Organismus ‘Gesellschaft’ von Scheiße abhängig ist.
Weil ICH von dieser Scheiße abhängig bin.
Weil ich ein Teil dieses Scheiß-Organismus’ aus Scheiße bin.
Ich muss zu Scheiße werden um diese Scheiße zu Scheiße zu machen,
bin quasi Scheiße.
Man muss Teil des Systems werden, oder es zumindest verstehen
um es zu besiegen.
Ja, ich muss diese Scheiße fressen und Scheiße “scheißen” um nicht
in Scheiße zu enden…. Irgendwie paradox.
Aber irgendwie, irgendwo und irgendwann wird sich ein Teil dieser Scheiße erheben und diese beschissene Scheiße beenden.
Scheiße wird Scheiße werden,… die einen Scheiß interessiert.
“Scheiße” wird “schön” werden.
Schöne Scheiße?

Bild: Farmville ⓒ by zynga

Damals...bei Aldi an der Kasse


…musste ich mich doch wieder zusammennehmen, als mich das leichte Gefühl beschlich, ich fungiere als ‘Fänger’ bei einem Rugby Spiel.
Jaaa, auch die Kassiererin sieht, dass da nicht genug Platz hinter dem Bereich der Lasererfassung ist! Aber das hält sie trotzdem nicht davon ab die Ware wie ein gehirngefickter Quarterback über das Band zu werfen.
Wo wir gerade beim Ficken sind:
Ich wurde im weiteren Verlauf von einer meiner damaligen Lebensabschnittsbegleiterin freundlichst um Zurückhaltung gebeten, als das Gift der ‘kundenfreundlichen’ Dame hinter der Kasse bis weit hinter den Obst und Gemuesebereich spritzte (da wunder sich noch jemand über den Pestizidgehalt…),
weil ich möglichst gehalten diese, mit der Erklärung, dass es nicht meine Schuld sei wenn sie nicht richtig gefickt wird, in ihre Schranken zu weisen versuchte.
Was ist aus der Devise: ‘Der Kunde ist König’ geworden? Und habe ich jemals jemanden derart ignorant und unfreundlich angeschissen, obwohl ich zu keinem Kundenkontakt verpflichtet war? Nach ihrem Gesichtsausdruck, als mich meine Freundin wegzerrte, hätte ich am liebsten ihren süssen selbstgefälligen Schädel mit
“…der supergünstigen Kabellosen USB-Tastatur von Orion, dem Nudelholz von Fackelman oder wahlweise den…”, wesentlich schneller greifbaren, “…DVD-Rohling-Zylindern” (ist das nicht Plural?) eingeschlagen. 50er, wenn nichts Grösseres da ist, …wobei die CD-Rohlinge wesentlich günstiger sind… (haben die nicht auch von Zeit zu Zeit Gartenbedarf?-Egal) …und damit befriedigt und ausgeglichen die Aussenfassade des Gebäudes neu gestrichen, selbstverständlich mit dem… “nagelneuen Acrylpinselset”, “Haben wir heute im Angebot!” BÄM!

Wenn ich eine Person mit Hang jedem meine Laune spüren zu lassen bin, ist eine kundenlastige Arbeit definitiv die falsche Wahl.
Nicht das ein gekünstelt verkrampftes Zwangslächeln besser wäre (’Aldi Kundenservice Schablonski, wie hätten sie ihren Zuckereinlauf gerne, hm?’), aber jene haben es wenigstens versucht.
Abschliessend kann ich nur raten einen grossen Bogen um genanntes ‘Lebensmittelgeschäft’ zu machen, wenn man ein klein bisschen Wert auf Kundenfreundlichkeit legt…oder sie stellen sich an eine männlich besetzte Kasse an. Soweit zu meinen Erlebnissen…
Nunja, zumindest musste ich jenen Tag nicht eintüten helfen.

Neulich...in Zimmer 2.15


7/10 9:55Uhr
BAfA
“Sehr geehrter Herr ……,
bitte kommen Sie am 07.10.2009 um 9:45 Uhr in die Agentur für Arbeit Singen, D 78224
Enge Str. 7,…

Ich möchte Ihnen psychologisch ausgeklügelte, unterschwellige, provokant-dämliche Fragen stellen, um Ihnen verfängliche Antworten zu entlocken, bzw. über Ihre berufliche Situation sprechen.
[...]”
Frau Grundleger-Treger
(Hinweis: Seit dem 28/9 ist mein Antrag auf Arbeitlosengeld I abgelehnt worden,
was diesen Termin eigentlich nichtig macht)

Mir fiel als erstes auf, daß sie sich wohl für letztes Mal rächen wollte, weil ich ja etwas verspätet eintraf…
Diesmal war ich eine viertel Stunde zu früh. Ein Mann sitzt neben mir im Gang und schießt mit dem Knipser seine Fingernägel durch den Gang.
Ich will gerade an die Tür klopfen (9:43Uhr) als diese geöffnet wird und sie mich bittet noch etwas zu warten.
Ich warte. Es ist exakt 9:55Uhr als ich reingebeten werde.
Eine junge Frau sitz am Rechner, sie wird eingelernt.
Frau Grundleger-Treger:
“So. Was ist denn bei Ihnen seit letztem Mal passiert?”
Ich weise sie auf die Liste der geschriebenen Bewerbungen hin, welche ich vor Wochen an der Rezeption abgegeben habe. Sie sucht arrogant mit befeuchtetem Finger und ist sichtlich überrascht, als sie die Liste vor Augen hat.
“Oh…Da waren sie ja richtig aktiv.”
Sie möchte Datenabgleich machen.
“Sie sind noch wohnhaft in ……?”
Ich kläre sie über meine derzeitige Situation auf:
“Momentan schlafe ich abwechselnd bei Bekannten auf der Couch.”
(Hinweis:Es folgt der “pädagogisch-psychologisch wertvolle” Teil)
Sie:
“Wenn Sie beim Arbeitgeber erwähnen, dass Sie mal hier mal da schlafen, wird der Sie sicher sofort einstellen…”, sieht sie mich fragend an.
Ich bin irritiert.
“Meinen Sie?”, frage ich sarkastisch. “…ich glaube nicht.”, fahre ich realistisch fort.
Und ich höre mich denken: “…das habe ich doch jetzt nicht wirklich gehört?”
Leider viel mir viel zu spät der Satz ein, mit dem ich hätte antworten sollen:
“Also eigentlich frage ich immer gleich nach dem Stempel und weise motiviert darauf hin, daß ich Arbeit scheiße finde.”
10:00 Uhr ist eben einfach noch zu früh für derart komplexe Denkvorgänge. ^^
Dem nicht genug:
“Wissen Sie, das habe ich jetzt extra so provokant gefragt.”, legt sie “provokant” nach.
Was bitte?
Für wen hält die mich?
Für wen hält die SICH?
Die letzten Sätze mit welchen ich in Zimmer 2.15 Gedanken, Luft und wertvolle Zeit verschwendete: “Das ist nicht Ihr Ernst? …Sie wollen mich verscheißern, oder?”
“Ja,..wissen Sie…” nochmal, sie hätte dies absichtlich so provokant gefragt.
Pass bloss auf, daß ich jetzt nicht gleich provokant ausraste, und dir provokant ins Gesicht schlage, du provokante scheiß Fotze.
Überhebliche Mitt-40er, die alles verurteilen, was “verschieden”, “anders” oder nicht ihrer Norm entspricht.
Ich schätze sie ließ sich von dem Metall in meinem Gesicht blenden, ohne darauf zu achten, daß ich durchaus fähig bin überlegt und angebracht zu kommunizieren.
…was ab diesem Zeitpunkt nicht mehr Priorität war.
Die restliche Zeit diskutierten die beiden Frauen, offensichtlich nicht ausreichend geschult, über das Verwaltungsprogramm, welches nicht darauf ausgelegt ist, Personen OHNE Telefonnummer zu archivieren.
“Na ein Glück wissen Sie wie dieses Programm funktioniert. Wäre ja blöd wenn das nicht der Fall wäre.”,
dachte ich provokant.
Bis ich dann provokant fragte: “…dann kann ich jetzt (provokativ) gehen? Gut.”
Und ich verließ diesen Ort der begrenzten Unmöglichkeiten, in der stillen Hoffnung diesen Raum nie wieder betreten zu müssen.
Zimmer 2.15
Bundesagentur für Arbeit
Zweigstelle Singen

Neulich...bei der Agentur für Arbeit

(Ende Juli 2009)
Zimmer 2.15
Gut, ich war ein wenig spät dran, aber das war nicht Gegenstand des, ich nenn es jetzt einfach mal, “Beratungsgesprächs”.
Als erstes fiel mir gleich auf, dass die Beraterin etwas aufgerieben wirkte, was wohl ausschliesslich an der Tatsache lag, dass sich, durch mein Zuspätkommen, der erforderliche Zeitrahmen des “Informationsaustausches” bedenklich nah an der Mittagspause bewegte… um 11!
Allerdings möchte ich hier - explizit - erwähnen, dass sie zu keiner Zeit unfreundlich war.
Auffällig war jedoch, dass sich meine direkte Abgabe der Angaben für DIESEN Termin bei der Anmeldung, als vollkommen sinnfrei erwies. Die gute Frau hatte nicht die geringste Ahnung von auch nur einem Bruchteil der Angaben, die ihr schon seit einer Woche hätten vorliegen könnensollenmüssen.
Sie hatte weniger Ahnung als ich.
Nach einer Viertelstunde beidseitigen Monologes, talentfreier Rechnernutzung und sinnloser Fragerei, habe ich einen Ausdruck eines Stellenangebotes.
“Schaffen sie 5 Bewerbungen im Monat?”
…Schaffe ich schon, aber gute Frau, ich bin Mediengestalter – da muss man sich schon mit den Leuten in der Agentur verstehen, um nicht als Werbehure oder Nummer zu enden. Ich will vorrangig einen Job bei dem ich länger beschäftigt bin, als bis zum Ende der Probezeit.
Schon mal was von “Corporate Behavior” gehört? – Natürlich NICHT, geschweige denn, wie man das schreibt.
“Sie können GUT Englisch?”
…Demenz ist eine Vorstufe von Alzheimer, haben Sie das gewusst?
NEIN, NATÜRLICH NICHT. SIE sind ja auch schon im Endstadium!
Gegen Ende des Gesprächs sage ich:
“Ich bin gerade in Kontakt mit der BG bezüglich der finanziellen Unterstützung bei Praktika oder unbefristeter Übernahme.”
“Ach,… der Förderer war die BG?”
Ich höre mich denken:
JA, du vollkommen verblödete, einzellige Amöbe!
Sage aber:
“Äh… Ja?”
“Ja DANN muss ich das alles anders angeben…”
Ich verdrehe innerlich die Augen und frage mich wie lange ich das noch durchstehe, ohne Gehirnkrebs zu bekommen.
Es folgt meine Frage nach der Förderung für ein eventuelles Studium in Richtung Design, doch sie geht mir konsequent und systematisch aus dem Weg.
Ich zähle die Sekunden.
Ich frage das dritte Mal.
“Wenn Sie die Zulassung haben, lassen Sie es uns wissen.
Wäre besser, wenn Sie erstmal Arbeit haben.”
Und wieder höre ich eine Stimme:
Was verdammtnochmal bildest Du blöde Kuh Dir eigentlich ein mir sagen zu wollen wie ich meine Zukunft zu gestalten habe?
An dieser Stelle gebe ich auf und fasse an meinen Gehörgang: Blute ich schon aufgrund vom eintretenden Gehirnkrebs? …Nichts – GERADE noch Glück gehabt.
Ist das Dekadenz oder Absicht?…

Vielleicht könnte es sein, dass…

…dies eine gut durchdachte Taktik ist, welche Menschen dazu bringen soll, sich schnellstmöglich um eine Stelle zu bemühen, nur um sich diesen Gehirnfick nicht mehr geben zu müssen? – Funktioniert!
(Ähnlich wie die Farben im McDonalds-Restaurant, damit man sich nicht lange in den Räumlichkeiten aufhält.)
Machen wir uns nichts vor: rot ist und bleibt eine Warnfarbe.
Und hier wird eine weitere Serie wird geboren:
Relaunch – Finden sie die Fehler

Mit Kopfschmerzen und weniger Durchblick als zuvor, verlasse ich diese grenzdebile Zeitverschwendung und hoffe inständig, dass sich meine Synapsen von diesem ‘beinahe-Zellschock’ schnell erholen.

Die Erkenntnis der Woche:
Mag sein, dass sie jetzt wesentlich freundlicher sind,
ABER: Dann wird man JETZT eben FREUNDLICH wie Dreck behandelt.

Schnitt! – und raus.

Montag, 16. Februar 2009

Neulich...im Unterricht

Die Namen wurden beibehalten um die Schuldigen anzuprangern
Ich wiederhole diesen Text bei Wunsch auch vor Gericht,
da dieser auf Tatsachen basiert und es sich NICHT um eine Satire handelt.

14/01/08 - 8:12 Uhr
Ich habe es, dank Svenja, mal wieder rechtzeitig in den Unterricht geschafft.
'Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit'
hallt es in meinem Kopf...
Jetzt sitze ich hier seit fast 20 Minuten und nichts geschieht.
Der Dozent, ein Professor, welcher eine sehr nasale Aussprache hat,
ist 5 nach 8, auf die Bitte Herrn Eppendorfers (dem einzig fähigen Mann dort) aus dem Zimmer und bisher nicht zurück.
Vor ca. 5 Minuten habe ich abermals den Tagesablauf 'Licht und Schatten - Ein Tag im Leben eines Mediengestalters' überflogen und stelle mir natürlich wieder die Frage:
Habe ich die richtige Wahl getroffen?
...Eines sei festgehalten: es stimmt tatsächlich, man bekommt -gerade als Umschüler- diesen Abschluss hinterhergeworfen.
Was mich gleich wieder an "die Grafs dieser Welt" erinnert.
(was ging mir Herr Mödinger damit auf die Klötze)
Dieses Mädel, eine Russland-Deutsche, versteht nicht mal 50% von dem was hier vor sich geht, was sich mit Testen beweisen ließe.
Aber auch sie wird es schaffen, wenn sie es denn möchte, da bin ich ziemlich sicher.
Das peinliche an dieser Geschichte ist, daß wenn jemand mehr verstanden hat, aber in den Arbeiten gerade so durchsegelt -sei ein schlechter Tag oder sonst vergleichbares der Grund- sich unter Umständen, notentechnisch, auf dem selben Niveau bewegt wie eben jene ..."Grafs".
Eigentlich eine blöde Sache, aber was sollte man einwenden, man selbst provitiert ja ebenso von dieser "Noten-Politik".

Fehltage:
Mein rechter, rechter Platz ist leer....mal wieder. Würde mich mal interessieren wieviele Fehltage "Mr. Italy" schon hat.
Ich hoffe für ihn, daß es nicht bald knapp wird.
Ich habe entschlossen wenigstens einen Teil meiner Fehlzeit wieder nachzuarbeiten. Bedeutet: jeden Tag etwas länger bleiben.
Ein bis zwei Stunden wäre das Ziel. Denn ob ich jetzt hier oder daheim am Rechner sitze spielt, im eigentlichen Sinn, keine Rolle.
Mit dem kleinen Unterschied, dass ich hier nicht einfach mal aufstehen und irgendein Dreck in der Mikrowelle warm machen kann. Das heißt....eigentlich geht das schon, nur hier muss ich evtl. dafür bezahlen und es stehen nicht die Optionen meines Kühlschranks zur Verfügung.
Mittlerweile 8:34 und kein Dozent in Sicht.
Wäre die Klasse nicht so ..."redsam",
könnte man die Büsche durch die Gange rollen hören.

8:42
Mittlerweile ist der Dozent aufgetaucht....Serverprobleme, das übliche am Anfang der Woche. Software funktioniert nicht und das Netzwerk streikt
...eine der vermeintlichen Hauptbeschäftigung der Dozenten.
Er redet recht schnell und ich muss meinen Blick von den weissen Speichelfaeden in seinem Mund abwenden, sonst krieg ich Herpes nur vom Hinsehen.
Entweder redet er zuviel oder er hat schon gegen halb sechs morgens
10 Gramm Koks im Schädel
...oder beides.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Vielleicht koennte es sein, dass...

Emanzipation

Es gab eine Zeit, in der wussten Frauen und Maenner noch fuer was sie gut waren.
Der Mann ging arbeiten und sorgte dafuer das genug Geld fuer das Wohl der Familie ueber war und Frau sorgte dafuer, dass die Kinder eine gute Erziehung geniessen.
Versteht mich nicht falsch: Ich behaupte nicht, dass Frauen an den Herd gehoeren und das Bier bringen sollten, aber irgendwie bin ich der festen Ueberzeugung, dass die sogenannte emanzipierte Weiblichkeit sich mit ihrer Unabhaengigkeit in ihre eigenes Abseits gestellt hat. Da stehen sie jetzt. Tausende unabhaengige Frauen die nicht wissen was sie mit sich anfangen sollen, aber ach so unabhaengig sind.
Auch ich wuerde meinen festen Teil als Mann gerne wieder uebernehmen, doch ich gehe mal schwer davon aus, dass sich die 'Frauen von Heute' lieber, stolz auf ihre Unabhaengigkeit, abermals selbst ficken als zuzugeben das frueher doch alles irgendwie besser war.


Ich, fuer meinen Teil, wuerde gerne den ganzen Tag arbeiten um mir abends, von meiner geliebten, trotzdem freien Frau, mit reinem Gewissen, das Bier reichen zu lassen.

In diesem Sinne
Wollen wir nicht vergessen wo wir alle waeren,
haette die erste Frau auf Gott gehoert...

Es kann nur noch aufwaerts gehen!

Montag, 29. September 2008

Tausend Jahre sind ein Tag

Ich kann mich noch genau an jene, stark darwinistisch anmutende Zeichentrickserie erinnern...
'Es war einmal der Mensch' aus dem Jahre '78.
Mit eben jenem Titellied, gesungen von Udo Juergens, welches mich zu folgender Philosophie, Theorie, These, Idiotie oder was immer ihr darin sehen wollt verleitet:
'Zeit' als feste Groesse ist nicht existent. Die hochmystifizierte, vierte Komponente unserer Dimensionen gibt es als solche nicht. Sie ist eine Erfindung der Menschheit um etwas, vom Menschen mental nicht erfassbar, in ein handliches Format zu pressen.
Zeit existiert nicht. Es laeuft einfach weiter fort.
Durch die Zyklen des Jahres glaubt man eine regelmaessige Wiederholung zu erkennen. Die Wahrheit ist: es wiederholt sich nichts.
Im Folgenden, meines Ermessens nach, durch diesen Irrtum enstandenen Dinge:
Sommer- und Winterzeit
und dessen Temperatur'verschiebung'
das Schaltjahr

Die Zeit.
Eine allgegenwaertige Komponente. War schon immer und wird immer sein...
Der Mensch muss stets alles so klein wie moeglich halten sonst koennte es ja, unter Umstaenden geschehen, dass die 'Krone der Schoepfung' sein beschraenktes Bewusstsein verliert und einfach implodiert:

Wikipedia:

Jahreszahl
Die Kalenderjahre werden nach der ISO 8601 vom Jahr Null ausgehend fortlaufend mit der Jahreszahl nummeriert. Sie ist die Grundgröße der Zeitrechnung und Teil des Kalenderdatums. Je nach Datumsformat wird sie zwei- oder vierstellig aufgeführt. Derzeit ist das Jahr 2008.
(Ach was?)

ISO 8601?
Was bilden wir uns ein?
Demnaechst packen wir das Universum in eine Nussschale...tsk.
Mir faellt hier sofort das Wort 'unendlich' ein, da es sich hier aehnlich verhaelt und es aehnlich vermessen verwendet wird. Wer kann die Unendlichkeit erfassen?
Schon immer muss alles, fuer den Menschen, einen Anfang und ein Ende haben, sonst wird es unueberschaubar. Und was hasst der Mensch am meisten? Dinge ueber die er keine Kontrolle hat. Das wiederum fuehrt zu Angst, was wiederum zu Hass fuehrt.
Was der Mensch fuerchtet beginnt er irgendwann hassen.
Das alles laesst nur drei Verhaltensweisen zu:
entweder er
1. sucht krampfhaft eine Erklaerung (Wissenschaft)
2. ueberlaesst es anderen (Religion)
oder
3. beginnt es zu hassen.
Am 'Ende' bleibt uns doch nichts als tatenlos zuzusehen, wie alles vergeht und einzusehen, dass nichts Bestand hat...
mit Ausnahme der 'Zeit' - welche, als feste Groesse nicht existiert,
kein Anfang und kein Ende hat.
Letztendlich hat sich die Menschheit mit dieser 'Zuweisung', 'Bezeichnung' oder 'Bemessung' selbst ins Gesicht geschlagen:
Nichts ist so unnoetig und wichtig zugleich
-mit Ausnahme von uns und Kommas vielleicht-.

'Zeit ist Geld' und wir haben meist weder das eine noch das andere.

"Mehr, wenn ihr mich wiederseht.
Ihr müsst unbedingt gucken, wie’s weitergeht"



(Photo © Physikalisch-Technische Bundesanstalt)

Mittwoch, 24. September 2008

Dialog des Monats



"Guten Tag,
******** Kundenservice,
wir hatten gestern telefoniert.
Ihr Kundenkennwort bitte nochmal....
Danke.
Ja, ich wollte Sie nur wissen lassen, dass Ihre Anfrage in die naechste Instanz geleitet wurde, weil ich ja gesagt habe, dass ich mich nochmal melde wenn ich etwas weiss.
Ok......
Schoenen Tag Ihnen noch."

Freitag, 19. September 2008

Kansas City Shuffle




Es gab eine Zeit in der ich in einer Firma arbeitstaetig war, welche Teile fuer die Autoindustrie fertigte, wie etwa Porsche, Maybach und Mercedes. Kurz: Dieser Firma ging es entsprechend gut. Damals war ich der einzige Mitarbeiter der von Ausserhalb kam; die Restlichen Angestellten kamen aus dem Dorf, dem naeheren Umkreis oder hatten den gleichen Nachnamen wie etwa irgendwer der irgendwie wichtig war.
(Anm.: mit dem Thema 'Inzest und dessen Folgen' hatte ich
mich bisher nicht naeher auseinajaegal - (andere Geschichte)
...heisst wohl nicht umsonst Blutschande)
Jedenfalls gehoerte es zum guten Ton, auch als schwaechstes Glied der Kette, bei Firmen-Feiern stets zugegen zu sein, da dies sonst als Geschaeftsdesinteresse gewertet wurde.
So war recht schnell klar, dass man sich scheinbar auch des oefteren privat getroffen hat, da mein Meister recht gut ueber das Privatleben aller 'Untergebenen' informiert war. Ich war allerdings recht verschwiegen, weil ich die Leute nicht kannte und bekanntermassen alles mit Vorsicht geniesse. Das hat ihm wohl nicht sehr gefallen, da er nichts gegen mich haette verwenden koennen und er zuweilen Schwierigkeiten hatte meiner Artikulation zu folgen, welches wohl des geheuchelten Interesses Pudels Kern gewesen.
(Anm.: Da gab es noch das Fremdwoerterbuch, das wir, wenige Monate nach meinem Eintritt in die Firma, in seiner Ablage versteckt fanden)
Vermutlich wollte er seine Grenzen bei mir ausloten, als er gleich bei dem ersten gemeinsamen Firmenfest, der 75 Jahr-Feier, ueber den 'Wir-sind-wichtig-Tisch', in haemischer Vorfreude, zu mir rueber laechelt und lautstark, in Bauerndeutsch, fragt, ob ich dieses 'Outfit' bei den 'Background'-Saengerinnen von Nana Mouskouri abgestaubt haette...
Und ohne nachzudenken erwiederte ich, dass ich nicht GENAU wuesste, von was er da spricht, aber "es wesentlich peinlicher ist, wenn man weiss wie die auftreten...", als sich unwissentlich so zu kleiden. Der komplette Tisch bricht in Gelaechter aus und urploetzlich verschwindet das bloede Grinsen aus seinem Gesicht. Sein 'Uebermeister', quasi, faengt sich wieder und haut noch einen obendrauf: "Der ist auf Zack!"... Und als wenn das nicht genug gewesen waere stoesst ihm seine Frau, die ohnehin die Hosen anhatte, den Ellebogen in die Seite und erwiedert, dass er bei mir "etwas frueher aufstehen" muesse.
Naja, was soll ich sagen... wirklich gluecklich bin ich in diesem Betrieb natuerlich nicht mehr geworden, aber ich vernahm eine Praesenz, etwas groesseres, maechtigeres.
Beim loesen von Schrauben, beim stemmen von Wannen und lockern von Werkzeugen war ich stets an ihn erinnert da ich ihn auch da suchte und er doch nur zugegen war wenn ich ihn am wenigsten gebrauchen konnte: den laengeren Hebel - mit dessen Gesetz ich in meinem Leben noch oefter in Kontakt kommen sollte.
Mir war es ab diesem Zeitpunkt selbstverstaendlich nicht mehr gegeben zu 100% ich zu sein und war gezwungen mich auf den fachlichen Bereich reduzieren, ...
zumindest bis der Meister die Halle verliess.
(Anm.: Malle, Fahr die Karre rein! - Jaja, es gab eine Zeit^^)
Ergo: "Generell 50" - mein erstes Werk aus der Reihe 'minimalistische Hinweisschilder'

Top Liste der 'Was bitte?'-Saetze dieser Zeit

1. Deine Lache ist zu laut
2. Misch dich da nicht ein
3. Unterschreiben sie das bitte hier? (eine seltsame Geschichte)
4. Wir haben den dringenden Verdacht, dass sie mit Drogen zu tun haben (eine Anekdote)
5. Wollen Sie noch etwas sagen? (und noch eine Anekdote)

Gesprochenes Wort -

Die ungemeine Weiblichkeit des Beins

Die ungemeine Weiblichkeit des Beins

Weich und glatt und wunderschön, -wie Seide
diese reine
Glanz und Scheine
und müsste ich verzichten wäre dies ein Grund warum ich leide


Oft stellt man bedauernd fest,
dass Verlust nicht zu vermeiden ist
Doch wären wir ganz ohne sie, das wundervollste wäre wohl verpasst
Hab' ich's schon oft vermisst
und das Gefühl dabei gehasst

Will ich vergessen und verstehen,
ist dieser Ozean das wahre Glück
Will ich eine Erfüllung spüren,
will ich in diesem, mit Geschick
ertrinken,
ohne mich darin verirren
-und wenn es mir genehm auch länger -

Gib mir nur vertrauensvoll ein weit'res Stück
nimm's nicht zurück
und lass mir diese Freude
Ich zeichne Linien mit der Hand und auch im Geist
-mit jedem einz'neln Finger-

Die Form, Faszination die mich aufs Neue bindet
Sich hier und dort auch stets was neues, tolles, Wundervolles findet

Und wenn mir droht mich ganz und gar hier zu verlieren
so lass ich es doch gerne zu
und werde sicher weiter gieren
nach allem was mein Auge so verführt und was doch so ästhetisch ist
Lässt es mich doch manchen Schmerz
-und alles um mich rum- vergessen
bin davon doch so sehr besessen
und würde alles Leid auch ganz verschwinden
hätt' ich es nicht zurück gewollt
und keinen Augenschlag vermisst

-
Jalokin Nomis-


Nailed


Jesus Christ on the wooden cross

In the area I worked wooden crosses are everywhere.
In this region catholicims is spread.
Funny thing about this:
Catholics represent the bible more than any other religion wich uses the book of books as guideline.
Further there's no wooden cross (in this catholic region) on whom no body of christ is appropriated.
So the catholics contradict the first commandment of their own rules, for there is writen :
I am the LORD your God, who brought you out of Egypt, out of the land of slavery.
You shall have no other gods before me.
You shall not make for yourself an idol in the form of anything in heaven above or on the earth beneath or in the waters below.
You shall not bow down to them or worship them; for I, the LORD your God, am a jealous God, punishing the children for the sin of the fathers to the third and fourth generation of those who hate me, but showing love to a thousand generations of those who love me and keep my commandments.

Maybe that's why the resin from the wooden cross just looks like the downpouring blood of christ himself. And again they nailed him on the cross...